Presse

Juni 2014

Leichter. Kontrollierter. Produktiver. Die neue Generation Kommissionierwagen.

[Vorteile]3: Leichter. Kontrollierter. Produktiver.
Pierau Planung entwickelt neue Generation von Kommissionierwagen

Seit Jahrzehnten sind Kommissionierwagen für Pierau Planung ein wichtiges Thema. Und das nicht ohne Grund: „Nicht nur hochautomatische Versandsysteme bestimmen Produktivität und Leistung im Versand- und Online-Handel, auch einfache und intelligente Systeme können sehr wirtschaftlich in der Logistik eingesetzt werden“, berichtet Andreas Spitzki, Projektleiter bei Pierau Planung, und weist in diesem Kontext auf die Bedeutung von Kommissionierwagen hin. „Die Basis besagter Systeme sind häufig Transport- und Kommissionierwagen.“ Neuestes Entwicklungsergebnis aus dem Hause Pierau Planung ist ein Konzept für Kommissionierwagen mit 20% mehr Leistung. Dieses kommt bei ersten Kunden bereits in ein- oder zweistufigen Prozessen erfolgreich zum Einsatz. Pro Tag wickeln diese Systeme ein Volumen von bis zu 15.000 Aufträgen ab.

Auch wenn seit einigen Jahren automatisierte Kommissioniersysteme immer präsenter werden und man eindrucksvolle Berichte über hoch-komplexe Anlagen verfolgen kann: Das Mann-zur-Ware Prinzip mit Kommissionierwagen ist bei vielen kleinen, mittleren aber auch großen Unternehmen nach wie vor gängige Praxis. Die notwendigen Investitionen sind vergleichsweise niedrig, Flexibilität, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit hoch. Bei einer solchen Kommissionierung „zu Fuß“ kommt dem Mitarbeiter eine besondere Bedeutung zu – seine Leistungsfähigkeit entscheidet über den Output des gesamten Kommissioniersystems. Daher ist die Ausgestaltung der verwendeten Kommissionierwagen ein wichtiger Aspekt im Gesamtbild – umso geringer die physische Belastung des Mitarbeiters, desto höher seine Leistung. Und: Potenzielle Mitarbeiter sind leichter zu finden, wenn man bessere Arbeitsbedingungen bietet und geringere körperliche Belastung mit dem Arbeitsplatz verbunden sind.

Aus diesem Grund ist die stetige Weiterentwicklung auch solch auf dem ersten Blick simplen Hilfsmittel wie Kommissionierwagen seit Jahrzehnten ein Thema bei Pierau Planung. Die Zahlen sprechen für sich: Die Leistung im Pickbereich wird um bis zu 20% erhöht, die Krankheitsquote der Mitarbeiter bei den ersten Kunden um 5% reduziert. Die Ursachen für diese erfolgreiche Entwicklung sind vielfältig. So führt beispielsweise die innovative Aluminiumkonstruktion zu einer maximalen Gewichtsersparnis. Zudem ermöglichen neue Fahrwerke ein optimiertes Fahren. Nicht zuletzt sorgen längere Wagen für eine höhere Kapazität. „Die bei Pierau Planung entwickelten Ideen entstammen direkt den Anforderungen unserer Kunden. Sie wurden mit Lieferanten diskutiert, an Testwagen erprobt und schlussendlich in neuen Wagentypen umgesetzt“, beschreibt Spitzki den Entwicklungsprozess. Dabei fokussierten die Experten neben der angestrebten Leistungsverbesserung stets auch den Kommissionier-Mitarbeiter. „Nur mit Hilfe eines ergonomisch perfekten Hilfsmittels kann der Mensch auch eine gute Leistung erbringen. Die wiederum ist die Grundvoraussetzung für seine persönliche Arbeitszufriedenheit.“

Der große Unterschied: Kommissionierwagen im Vergleich

Leichtes Spiel: Aluminium statt Stahl
Die neue Konstruktion der Kommissionierwagen besteht konsequent aus Aluminium mit dem Ziel, leichte und trotzdem äußerst stabile Transportmittel zu produzieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der neue Typ Kommissionierwagen ist mit 30 kg um 50% leichter als ein vergleichbarer Wagen aus Stahl.

Was bedeutet dieser Gewichtsverlust für die Praxis? Jedes netto eingesparte Kilo am Wagen ist bei jedem Anschieben, Lenken und Abbremsen für den Mitarbeiter in der Kommissionierung deutlich spürbar. Er ist weniger Belastungen ausgesetzt. Die Folge: Weniger Müdigkeit, mehr Motivation. „Bei einem unserer Kunden sank die Krankheitsquote im Packbereich um 5%“, unterstreicht Andreas Spitzki die Vorteile der neuen Konstruktion.

Erfolg kommt ins Rollen - das Fahrwerk
„Planung und Forschung befasst sich nicht nur mit großen technischen Systemen. Oftmals sind gerade die Details erfolgsentscheidend“, so Spitzki weiter. Neben der Gewichtsreduzierung fällt daher gerade dem Fahrwerk eine Schlüsselrolle zu. Auch hier ein Beispiel: Ein Vergleich mit einem Einkaufswagen aus dem Supermarkt verdeutlicht die Fahrwerksinnovation. Der Einkaufswagen schafft es mühelos im Gang zu fahren. Auch ein seitliches Verschieben des Wagens im Gang ist durch die vier, 360° drehbaren Räder jederzeit möglich. Eine 180° Kurve wird allerdings schnell zum Hindernis. Bei zügiger Fahrt bricht der Wagen aus. Bei langsamer Fahrt wird die Bedienung zur Tortur, die Schulter stark belastet. Für einen einmaligen Wocheneinkauf kann dies noch als notwendiges Übel hingenommen werden, für Versandmitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit nicht. Das bedeutet wiederum für den Kommissionierwagen: Er muss im Gang, im Lager und auch am Packplatz seitlich schiebbar sein. Gleichzeitig sollte er schnell, sicher und mit möglichst wenig Kraftaufwand von einem Gang in den nächsten wechseln können. Insbesondere bei Wagenkommissioniersystemen spielt die Wendigkeit eine große Rolle.

Der entscheidende Kick – das Drive-Control-System
Bereits in der Vergangenheit gab es Entwürfe für Kommissionierwagen, bei denen durch ein starres fünftes Rad in der Wagenmitte die Kurvenfahrt deutlich verbessert werden konnte. Aber: Dieses fünfte Rad machte den Wagen gleichzeitig beim feinen Rangieren in den Gängen unhandlicher. Die Lösung: Damit der Wagen sich weiterhin seitlich schieben lässt, wird das Rad bei Bedarf einfach mit einer Fußleiste abgeklappt. Durch umfangreiche Tests in der Praxis konnte hier eine Lösung erreicht werden, die zugleich praktikabel als auch zuverlässig ist.
Dieses „Drive-Control-System“ macht alles möglich: stabiles Lenkverhalten und seitliches Verschieben im Gang, kontrollierte Kurvenfahrt, geringeren Kraftaufwand. Die Vorteile liegen auf der Hand: Flexibilität, Schnelligkeit, Ergonomie. „Erste Kunden rüsten inzwischen den bestehenden Wagenpark mit einem Drive-Control-System als Nachrüstsatz um. Das lohnt sich auch für Stahlkonstruktionen“, berichtet Andreas Spitzki aus der Praxis und verrät des Weiteren: „Mit dem neuen Drive-Control-System in Verbindung mit der leichten Aluminiumkonstruktion haben wir es geschafft, größere Wagen im Lager einzusetzen und damit die Produktivität zu steigern.“

Eine Wagenlänge vorn: Von 1.200 mm auf 1.600 mm
Die Optimierungen hinsichtlich Gewicht und Fahrwerk waren die Voraussetzung, den Wagen um entscheidende 400 mm auf 1.600 mm zu verlängern und damit die Ladekapazität um 33% zu steigern. Pro Rundlauf kann ein Mitarbeiter nun 33% mehr Teile aufnehmen. Der Wegeanteil reduziert sich ebenfalls um 33%. Gleiches gilt für die Vorbereitungszeit und nicht zuletzt sinken die Wagenanschaffungskosten entsprechend In der Summe konnte die Pickleistung um weitere 10% gesteigert werden.

Und außerdem…
Durch weitere Optimierungsmaßnahmen können die Kommissionierwagen individuell an den Bedarf und das realisierte Logistikkonzept des Kunden angepasst werden. So gibt es beispielsweise verschiedenen Lösungsansätze für die Anbringung von MDE und Tablets direkt an den Wagen oder auch ausklappbare, mit den Wagen fest verbundene Leitern, durch die die Reichweite der Mitarbeiter im Regal – und damit die Nutzung der Grundfläche – deutlich erhöht werden können.

Wohin die Fahrt geht
„Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Aktuell arbeiten wir an Wagen mit besonders flexibler Antriebsunterstützung sowie an weiteren Ergonomieaspekten. Unsere Aufgabe ist es, die kleinen und großen alltäglichen Herausforderungen, die der Markt unseren Kunden stellt, zu beobachten und praxisnahe, wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, das feine Gleichgewicht zwischen Leistungssteigerung, Mitarbeiterentlastung und Kosten auszubalancieren.“


Für weitere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an:

Lothar Hättich - Telefon 040 606899-0 - l.haettich@pierau-planung.de